Hinter den Bergen bei den sieben Zwergen

„Storytelling“ heißt das Schlagwort, auf gut wienerisch wäre das dann „Gschichtln erzählen“. Eines vorweg: Gute Geschichten fesseln, bleiben im Gedächtnis und werden weitererzählt.

Storytelling in der Immo-Branche

Warum das so ist? Unser Gehirn arbeitet mit Assoziationen, am stärksten funktioniert das mit Gefühlen wie Freude, Angst und ähnlichem. Und die stärksten Geschichten arbeiten mit den stärksten Gefühlen.

Wir kennen das alle: Wenn einem Kind mit erhobenem Zeigefinger gesagt wird, dass man Fremden nicht vertrauen sollte, ganz besonders wenn sie Süßigkeiten anbieten, dann ist die Reaktion darauf meistens: Keine.

Die Geschichte aber von Hänsel und Gretel (Angst: Alleine im Wald!), dem Lebkuchenhaus (Süßigkeit!) und dem glücklichen Happy End (Respekt vor der List, Freude über die Rettung) bleibt allen schon beim ersten Mal im Gedächtnis.

Erzählt Geschichten. Die wecken auch in der langweiligen Immo-Branche Emotionen.

Also: Erzählen Sie starke Geschichten! Die mit Gefühlen zu tun haben. Plastisch, kurz griffig. Das funktioniert. Auch bei Immobilien.

Die Geschichte der Inspiration für ein Gebäude ist stärker als die blumige Beschreibung der architektonischen Ästhetik. Die Story des Unternehmers, der endlich nach langer Suche eine neue Heimstatt gefunden hat, ist stärker als die Schilderung der Verkehrsanbindung. Die Geschichte der Suche nach der optimalen Wahl des Fußbodens ist wirkungsvoller als die Beschreibung des Eichenparketts.

Noch etwas: Weniger ist immma mehr! Die Lateiner nennen das „pars pro toto“ Wenn die Geschichte beschrieben wird, wie sorgfältig die Projektleiter beim Planung und Bau der Immobilie vorgegangen sind – und wenn das richtig gemacht wird – dann müssen über die restlichen Details nicht  mehr allzu viele Buchstaben vergeudet werden – weil unser Gehirn davon ausgeht, dass diese Sorgfalt auch in allen anderen Bereichen angewandt wurde.

Und wenn Sie gut gearbeitet haben, dann sind sie auch heute noch erfolgreich!

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